Martin Walker: Déjà-vu

Der Bürgermeister benötigt aber sofort Unterstützung von Bruno, da ein Grundstück mit einem alten Chateau verkauft werden und sich nach Aufzeichnungen darauf ein Grab befinden soll. Bei der Suche danach stößt man wirklich auf eine Grabplatte, doch befindet sich darunter nur ein toter Hund. Bei genauerer Betrachtung taucht aber unter einer weiteren Platte ein Grab mit 2 weiblichen Skeletten und einem männlichen, dieses in Uniform auf.
Nachforschungen ergeben, dass es sich um Tote aus dem 2. Weltkrieg handelt, davon 2 junge deutsche Soldatinnen und ein italienischer U -Boot – Offizier. Es wird eine würdevolle Feierlichkeit mit Übergabe der Toten an deutsche und italienische Diplomaten geplant.
Während Brunos Krankenhausaufenthalt hat sich eine amerikanische Archäologin in Saint Denis angesiedelt, die Ambitionen hat, Touristen zu Sehenswürdigkeiten mit USA-Bezug im Périgord zu führen. Abby, die in Scheidung von ihrem Mann lebt, wird von diesem an ihrem neuen Aufenthaltsort aufgespürt.
Außerdem wird Bruno von höchsten Stellen darauf aufmerksam gemacht, dass es Versuche im Darknet gibt, sich ins Netz seines Handys und der Polizeistation zu hacken. Aber nicht genug mit diesen Problemen, es kündigt sich zur selben Zeit die Gefahr von Überschwemmungen an. Nach extrem starken Regenfällen beginnen die Stauseen überzulaufen und der Fluss, der durch die Stadt fließt, steigt an und wird reißend.
In diesem Roman, der sehr viel Geschichte vom Ende des 2. Weltkriegs in Frankreich aufleben lässt, aber auch Naturgewalten und Hackerangriffe zum Thema hat, wird nicht auf die Schilderung des Lebens des immer ausgleichenden Chef de police vergessen. Sein Hund, sein Pferd, seine Freunde, die Kochkünste, die Gemeinschaft tragen das Wesen dieser Geschichten.
Martin Walker weist in seinen Anmerkungen im Booklet darauf hin, dass seine Figuren frei erfunden sind, die historischen Fakten aber so genau wie möglich von ihm geschildert worden sind.
Besonders möchte ich den Sprecher Johannes Steck loben, dessen Stimme meiner Meinung nach großartig die Stimmung der Gegend und des „Hauptdarstellers“ widerspiegelt. Weiters zeigen seine feinen Stimmvariationen die Charaktere der beteiligten Personen auf.
Christa Wiener-Pucher
